Häufig gestellte Fragen

Die Buchreihe zur Felderstrategie - was für eine Idee steckt dahinter?

In Zeiten des Internets mangelt es uns nicht an Information. Die zahlreichen Schachbücher bzw. Schachwebseiten informieren über die wichtigen aktuellen Turniere, Partien, Theorievarianten und Analysen, können sie aber nur selten in schachtheoretische oder logische Zusammenhänge stellen. Die Entwicklung von Schachprogrammen hat sämtliche Wissensbereiche im Schach revolutioniert. Aber vielen Schachspielern, besonders Jugendlichen fehlt oft ein Rahmen, in dem diese Unmenge von Schachdaten einen Sinn ergeben. Und genau das wollen der Silbersaiten Verlag und ich mit der Felderstrategie-Bücherreihe leisten.

Wie packt man ein solches Projekt an?

Wir haben uns an den wichtigen Themen orientiert: Strategie, Initiative und Taktik im Schach und schließlich die Denkmethode. Ein einführender Essay zur Methode in jedem Band bildet die Basis: Im Eröffnungsbuch, z.B. im Buch “Felderstrategie für Morra-Gambit” ist die Methode bei einer Eröffnungsbehandlung angewandt, im Buch "Felderstrategie - Taktik" erklären wir die Anwendung der Methode bei der Behandlung von taktischen Stellungen. Im Buch “Felderstrategie - Denkmethode” erklären wir an Hand von zahlreichen Beispielen aus der Spielpraxis, welchen Herausforderungen wir uns stellen müssen und wie diese durch die Anwendung der geeigneten Denkmethode zu beherrschen sind. In den jeweils folgenden Stichwortteilen beleuchten wir bestimmte Themenschwerpunkte wie “Eröffnung“, “Mittelspiel” und “Endspiel”.

Was war die Basis für die Bücherreihe?

Ich habe eine Methode erarbeitet und verfüge über ein umfassendes Archiv von nach dieser Methode behandelten Schachpartien. Natürlich wird stets auch neues Material eingeschlossen sein. Es werden ja immer neue Turniere gespielt. Die Bücher stellen vor allem den Lehrstoff dar, sie sind der Seriosität und Objektivität der methodischen Literatur verpflichtet. Es werden klare Fakten dargestellt, damit jeder selbst diese überprüfen und sich eine eigene Meinung bilden kann.

Was für eine Methode?

Es handelt sich um eine Methode der Behandlung von Schachstellungen. Bei der Methode geht es in erster Linie um die Lösung praktischer Probleme und die Entwicklung von schachspezifischen Techniken, die einen Nutzen haben. Die Anwendung der Methode funktioniert so, dass der Spieler zunächst diejenigen Felder, die von strategischer Bedeutung sind, suchen muss und erst danach diejenigen Züge, die dazu dienen, diese Felder in Besitz zu nehmen.

Die Methode beruht auf der Felderstrategie, einer Schachtheorie, die vom Primat der Felder ausgeht (deshalb "Felderstrategie"). Auf der Grundlage der Felderbetrachtung habe ich die Gesetzmäßigkeiten (ähnlich mathematischer Formeln) entdeckt und ausgearbeitet, die immer und überall (in jeder Spielphase) gültig sind. Die Felderstrategie bemüht sich um die Erklärung der Methode in möglichst einfachen und vor allem beweisbaren und nachprüfbaren Formeln. Die Felderstrategie ist bei allen Problemen des Schachspiels, wie etwa Stellungseinschätzung, Stellungsanalyse, Eröffnungs-, Endspielstudien ein klar definiertes Hilfsmittel.

Dabei überschneiden sich die beiden Bereiche ständig. Die Erkenntnisse der Felderstrategie machen die Entwicklung der Methode möglich. Die Ergebnisse der Methode können die Entwicklung der Felderstrategie beeinflussen. Die Felderstrategie und die B-Methode sind ist somit kein unumstößliches Werk sondern eine Methode, die sich ständig fortentwickelt und deshalb "lebt". Für Anregungen bin ich jederzeit dankbar.

Oft wird das Potenzial der Methode nicht gleich erkannt. Es fehlt vor allem ein Training nach dieser Methode, das in der Felderstrategie gründet und in der Anwendung der Methode besteht. Wenn der Spieler regelmäßig nach der Methode handelt, trainiert er die eigene Denktechnik.

Die Denktechnik zu beherrschen, bedeutet für den Spieler gewonnene Unabhängigkeit von der Willkür des Schachspiels. Der Spieler kann sein Schicksal selbst in die Hand nehmen, dass heißt, er kann seine Spielstärke und seine Erfolge von eigenem Training abhängig machen.